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Wertvolle Reste: Paprika-Kerne und Scheidewände

Paprika: lecker, saftig und farbenfroh. Er peppt jeden Salat auf und das Schöne daran: Er ist regional erhältlich oder einfach selbst anzubauen. Eine Zierde für jeden Balkon. Die Mühe lohnt sich, denn er steckt voller Antioxidantien. Nicht nur hohe Mengen an Vitamin C, auch die Carotinoide Lycopin und Lutein sind ein Festmahl für die Augen und das Herz.

Die Paprika-Pflanze ist ein Nachtschattengewächs und äußerst sortenreich. Ein bunter Mix an Farben, Formen, Größen und Schärfe. Gemüsepaprika, Gewürzpaprika, Pfefferoni und entfernt verwandt Chili gehören zur Familie.
Was die Paprikafrüchte einzigartig macht, ist ein besonderes Antioxidant: das Capsaicin. Es ist gleichzeitig für die Schärfe verantwortlich und heizt die Gesundheit auf verschiedene Wege an. Capsaicin ist in jeder Paprika enthalten – in sehr unterschiedlicher Konzentration allerdings. Je schärfer, desto höher der Gehalt. Es kann freie Radikale neutralisieren und den Körper vor Schadstoffen schützen.

Und wo ist der Haken?! – Genau: dass der Großteil des Wunderstoffes in den weißen Scheidewänden und den Samenkernen sitzt. Genau an den Stellen also, die in den meisten Fällen fein säuberlich entfernt werden und im Abfall landen.

Nun ist die Innerei vom Paprika nicht sonderlich appetitlich, aber ein Blick auf seine Talente läßt die Meinung vielleicht nochmal überdenken.

Denn schon die Indianer setzten Paprika als Heilmittel bei Zahnschmerzen und Arthrose ein. Und selbst die Medizin findet Gefallen daran und nutzt Capsaicin als schmerzstillenden Wirkstoff in Salben und ABC-Pflastern gegen Muskel- und Rheuma-Schmerzen.

Scharfe Schoten sind beliebt in warmen Ländern. Die Schärfe verursacht Hitzeempfindungen, bringt dadurch die Schweißbildung auf Touren, was wiederum die Körpertemperatur senkt.

Herz-Kreislauf
Der Biostoff Capsaicin wirkt blutverdünnend und deshalb vorbeugend gegen Thrombose. Im Gegensatz zu den verbreiteten Medikamenten aber völlig nebenwirkungsfrei und ohne negativen Einfluss auf die Blutgerinnung. Die besseren Fließeigenschaften senken das Risiko von Schlaganfall und Herzinfarkt. Die gesteigerte Durchblutung macht natürlich auch vor den Geschlechtsorganen nicht Halt und heizt Potenz und Libido an. – Das wußten schon die cleveren Azteken und brachten mit Cayenne Feuer ins Schlafzimmer.

Migräne
Sobald sich die nächste Migräne-Attacke mit den persönlichen Anzeichen wie Übelkeit, Flimmersehen, intensiver Geruchssinn oder ähnliches ankündigt, statt zu heftigen Schmerzmitteln zu greifen, unbedingt den Trick versuchen und eine Paprika-Mahlzeit einlegen. Komplett, samt Trennwänden und Kernen. Capsaicin hat sich nämlich auch gegen Migräne bewährt! Außerdem bewirkt es die Ausschüttzung von Endorphinen und macht ein bißchen glücklich.

Verdauung
Der heilenden Wirkung nicht genug. Paprika regt außerdem die Verdauung an, wirkt harntreibend und desinfizierend auf die Schleimhäute. Capsaicin fördert die Magensaftproduktion und die Darmbewegung. Außerdem schützt es die Magenschleimhaut und die Leber. Durchfall, Verdauungsstörungen und Blähungen sind ein Fall für die Natur-Apotheke. Präparat: Paprika komplett. Gleichzeitig sorgt man damit Diabetes vor, denn Capsaicin wirkt auch noch ausgleichend auf den Blutzucker.

Fettverbrennung
Nicht nur Studien bestätigen es, auch viele asiatische Länder lassen es erkennen: scharf essen macht schlank. Es wird vermutet, dass Capsaicin die Körpertemperatur kurzfristig ansteigen läßt, den Stoffwechsel anheizt und der Energieverbrauch steigt. Passender Nebeneffekt: Capsaicin hemmt den Appetit.

Krebsvorsorge
Die meisten Studien zu Capsaicin beschäftigen sich mit seiner Wirkung auf Krebszellen. Bei vielen Krebsarten hat es sich als sehr wirksam erwiesen. Zum Beispiel hilft es bei der Heilung von Magengeschwüren.

Rheuma und Muskelschmerzen
Und wie hilft Paprika nun gegen Schmerzen? – Das Capsaicin dockt an die Schmerzrezeptoren der Haut an und legt so die Reizweiterleitung zum Hirn lahm. Dieser Effekt ist bestens nützlich bei Rückenschmerzen, Hexenschuß, Rheuma-Erkrankungen und auch Sport- und Unfallverletzungen.

ABC-Pflaster selber machen:
+   ein ausrangiertes Geschirrtuch
+   1/2 Kaffeetasse Speiseöl
+   1 – 2 EL getrocknete und gemahlene Kerne einer scharfen Sorte (je nach Schärfe)

Einfach die gemahlenen Kerne in das Öl rühren und die Mischung auf die schmerzenden Muskeln streichen. Mit dem Tuch abdecken und wirken lassen.
Der Umschlag bringt eine angenehm strahlende Wärme, und regt die Durchblutung an. Der Vorteil der Selbermach-Variante: kein Ziepen, kein Kleber, keine Chemie auf der Haut.


Verwendung

+   Superfood für den Grünen Smoothie
+   in den gemischten Salat
+   in pürierte (Rohkost)Suppen
+   als ABC-Pflaster gegen Rheuma
+   getrocknet (und gemahlen) als Würzmittel

Die Paprika-Reste lassen sich bis zu ihrem Einsatz einige Tage in einem Schraubglas im Kühlschrank aufbewahren.

Tipp:
Pfefferoni- und Chilipflanzen sind ganz tolle Blickfänge auf dem Balkon oder in Blumenkübeln auf der Terasse. Sie sind pflegeleicht und garantieren eine Capsaicin-Versorgung rund ums Jahr. Denn die Früchte lassen sich bestens als Vorat anlegen: Getrocknet oder die mit dickem Fruchtfleisch im Frostfach.
Die Pflanzen mögen es warm und im Tontopf gleichmäßig feucht. Mit etwas Pflege bekommt man sie auch gut über den Winter. An einem kühlen, hellen Platz. Im Frühling zurückschneiden, damit die wieder neu austreiben.

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