Säure-Basen-Haushalt

Übersäuerung als Ursache vieler Krankheiten

Vielen der heutigen Zivilisationserkrankungen geht eine Übersäuerung des Organismus voraus. Die moderne Lebens- und Ernährungsweise mit industriell verarbeiteten Lebensmitteln führt schnell zu einem Ungleichgewicht des Säure-Basen-Haushaltes. Anfangs kraft- und energielos, steigern sich die Symptome mit zunehmender Übersäuerung und sind vielfältig: Akne, Angina Pectoris, Allergien, Arthritis und Arthrose, Bandscheibenbeschwerden, Bindegewebsschwäche, Diabetes, Depression, Gicht, Herpes,  Herzinfarkt, Herzbeschwerden, Hörsturz, Karies, Bluthochdruck, Krebs, Migräne, Multiple Sklerose, Muskelkater und Verspannungen, Neurodermitis und Ekzeme, Osteoporose, Parodontose, Rheuma, Schlafstörungen, Schlaganfall, Nieren- und Gallensteine.

Der Körper ist ständig bemüht, mit seinem Puffersystem den pH-Wert im Blut konstant bei 7,4, also leicht basisch, zu halten. Dazu benötigt er Nahrung, die zu 80 % basisch und zu 20% sauer wirkt. Die herkömmliche westliche Ernährungsweise besteht jedoch aus überwiegend säurebildenden Lebensmitteln: glutenhaltigen Getreideprodukten aus Weizen, Roggen, Dinkel und Hafer, Zucker und Süßspeisen, Milch und Milchprodukten, Eiern, Fleisch und Fisch, kohlensäurehaltige Mineralwässern, süßen Limonaden und Kaffee. Aus den reichlich enthaltenen Mineralien Chlor, Jod, Phosphor und Schwefel entstehen im Stoffwechselprozess Säuren wie z. B. Schwefelsäure, Salzsäure und Phosphorsäure.

Um die überschüssigen ätzend wirkenden Säuren zu neutralisieren, werden Basen benötigt. Stehen diese durch die Nahrungsaufnahme nicht ausreichend zur Verfügung, werden körpereigene Basendepots angezapft: beispielsweise Mineralsstoffe wie Magnesium, Calcium und Kalium aus Knochen, Knorpeln, Zähnen oder Haarboden. Isst man hauptsächlich säurebildende Lebensmittel, kommt es also trotz einer vermeintlich gesunden Ernährung zu chronischem Nährstoffmangel. Als Endprodukt der Neutralisation entstehen Schlacken, die im Körper abgelagert werden. Im Bindegewebe zeigt sich das als Falten oder Cellulites, in den Gelenken als Arthrose, in der Niere als Nierensteine und an den Blutgefäßwänden als Bluthochdruck woraus Herzkrankheiten entstehen. Auch Alkohol, Zigarette, künstliche Lebensmittelzusatzstoffe wie Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Geschmacksverstärker, künstliche Süßstoffe wie Aspartam, Zahngifte wie Quecksilber und Palladium, übertriebener Sport und Stress  verstärken eine Übersäuerung.

Lebensmittel, die dagegen im Verdauungsprozess als Basen-Lieferanten wirken, sind Gemüse, Obst, Kräuter und Wildkräuter, Kartoffeln, Reis, glutenfreie „Pseudogetreide“ (Hirse, Buchweizen, Amaranth, Quinoa) und stilles Wasser. Sie sind reich an Kalium, Natrium, Magnesium, Eisen und Calcium.

Ein dauerhafter Säureüberschuss kann außerdem zum „Leaky Gut Syndrom“ führen, also einen löchrigen Darm verursachen und somit für Allergien verantwortlich sein. Das Immunsystem, das zu 80% im Darm wirkt, hat dort zur Aufgabe, Schadstoffe und Erreger aus der Nahrung zu filtern, damit diese ausgeschieden werden. Ist der Darm jedoch durchlässig geworden, gelangen künstliche Nahrungsmittelzusatzstoffe, Schadstoffe und Allergene vermehrt in den Blutkreislauf und in die Organe und lösen Überempfindlichkeiten mit Symptomen wie Heuschnupfen, Hautauschlägen, Asthma, Neurodermitis usw. aus. Bei MS wird wird in der Überreaktion der Antikörperproduktion ein starker Zusammenhang mit dem Konsum von Milch gesehen. Feststellen kann man eine Übersäuerung über den Urin mit Hilfe von pH-Papier (Apotheke).

Entsäuerung als Start in eine bessere Gesundheit  
Eine überwiegend basische Ernährung erreicht eine Sanierung des Darmes, stärkt somit das Immunsystem und ist der erste Schritt zur Allergie-Freiheit. Sie beugt aber auch gleichzeitig allen weiteren Zivilisationskrankheiten vor oder kann bestehende entscheidend verbessern.
Eine Ernährungsumstellung auf überwiegend basische Lebensmittel zeigt schnell Resultate. Gerade Allergien bessern sich hinnerhalb kurzer Zeit. Der Säure-Basen-Haushalt ist gleichzeitig die Begründung, warum die vegane Ernährung für den Menschen verträglicher ist und die Basis einer langfristigen Gesundheit bis ins Alter.

Auch über die Lunge entsäuert der Körper, indem CO2, also Kohlensäure, abgeatmet wird. Durch leichten Ausdauersport wie Nordic Walking, Joggen oder Radfahren und das tiefere Atmen kann man die Entsäuerung optimal unterstützen. Saunagänge  lösen abgelagerte Schlacken aus den Depots und befreien den Körper von Altlasten.

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