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Milch stört den Darm und verursacht so Allergien

Auf der gestrigen Rohvolution in Speyer machte der bekannte Rohkost-Chef Dr. Urs Hochstrasser in seinem Vortrag über Allergien nochmal  eines deutlich: eine Allergie ist ein Alarmsignal des Körper, dass das Immunsystem heillos überlastet ist. Bei der heute gängigen Ernährung sei es eher verwunderlich, dass die Bauchspeicheldrüse nicht schon eher den Dienst der Insulinproduktion verweigert.

Eine Allergie auf Milch zum Beispiel, ist keine Krankheit, sondern fast eine zu erwartende Reaktion. Milch wird generell als wichtiger Calcium-Lieferant  angesehen. Die Milch, die die Kuh gibt, ist aber eigentlich für das Kalb gedacht. Sie basiert auf Kasein und enthält 125 mg pro 100 ml Calcium. Diese Menge ist abgestimmt auf die Wachstumsphase und sorgt dafür, dass das Kalb innerhalb von 45 Tagen das doppelte seines Körpergewichts erlangt. “Wollen Sie das etwa auch?!” fragt Urs Hochstrasser ins Publikum. Folglich liegt der Calcium-Bedarf eines erwachsenen Menschen deutlich niedriger als der eines heranwachsenden Kindes. Zudem ist die menschliche Muttermilch eine Globulin- und keine Kasein-basierte Milch. Außer eventuell um kurzfristig das Überleben zu sichern, kommt es in der Natur nicht vor, dass eine Spezies die Milch einer anderen trinkt. Das Milchprotein Kasein macht 80% der Kuhmilch-Proteine aus. Es ist eine klebrige, für Menschen kaum verdauliche Eiweißart. Es verklebt den Darm und verhindert die Nährstoffaufnahme. Mangelzustände folgen. Den meisten Menschen fehlen zudem die für die Kasein- Verdauung notwendigen Enzyme. Unverdaute Reste verbleiben im Darm, lösen dort eine chronische Entzündung aus und machen den Darm durchlässig (Leaky-Gut-Syndrom, siehe auch Säure-Basen-Haushalt). Unverdaute Eiweiße und weitere Allergene dringen in den Blutkreislauf ein und bewirken unerwünschte Immunreaktionen, wie Neurodermitis-Schübe und Asthma. Kasein ist in der Medizin als Allergen anerkannt und kann Atemwegserkrankungen, Hautbeschwerden und Verdauungsprobleme bewirken.

Verkalkung statt Mineralstoff-Lieferant

Auch das Kuhmilch-Calcium liegt nicht in der für den Menschen optimal verwertbaren Form vor. Die nicht verwertbaren Bestandteile werden aber nicht größtenteils wieder ausgeschieden, sondern lagern sich im Körper im Bindegewebe, Arterien, Gelenken und im Gehirn ab und führen zur “Verkalkung”. Symptome der Kalk- und Säureanreicherung sind auch Asthma und Migräne. Aus der beworbenen “gesunden Mischkost” ergibt sich also sogar ein Mangel an verwertbarem Calcium. Im Grunde würde gar nicht so viel Calcium benötigt, wenn man auf Calcium-Räuber (siehe Säure-Basen-Haushalt) wie Fleisch, Zucker, Salz, Kaffee, Weißmehl und Milchprodukte verzichtet.

Alternative Calcium-Quellen

Und wie kommt die Kuh an ihr Calcium? – Auch aus der Nahrung! Naturgemäß fressen Kühe aber keine industrielle Fertigfuttermischungen, sondern Gräser, Kräuter und Baumrinde. Vergleichbar viel Calcium wie in Milch steckt zum Beispiel in Broccoli, das 1,5-fache in Löwenzahn, das doppelte in Grünkohl und in Brennesseln, in Sesam sogar das 8-fache und in Mohn gar das 12-fache! Pflanzen bieten das Calcium in der für den Menschen am besten verfügbaren Form. Wenn man also in seine Ernährung einen hohen Rohkost-Anteil mit viel Grün- und Blattgemüse einbaut, braucht man sich um Calcium keine Gedanken mehr zu machen, meint auch Urs Hochstrasser.

2 thoughts on “Milch als Ursprung vieler Allergien

  1. Eveline

    Liebe Judith,

    ich bin Heilpraktikerin seit einigen Jahrzehnten und liebe Deine Artikel, obwohl ich mit Ernährungs-Therapie viel Erfahrung habe. Deine Ausführungen sind dicht besetzt mit wertvoller, verständlicher und wesentlicher Information zum (Wieder)-Aufbau von Gesundheit und Immunsystem, ganz ohne “Wichtigtuer-Blabla”. Vor allem aber sehr wichtig und nützlich finde ich die Kürze Deiner Artikel. So kann man sich auch in der heutigen, oft stressvollen und mit Informationen überfluteten Zeit, schnell und präzise über das Wichtigste für sein eigenes Gesundheits-Vorhaben informieren!
    Vielen Dank, dass Du andere teilhaben lässt an Deiner Entwicklung und Erkenntnis und diese grosszügig und unentgeltlich weiter gibst. Danke! Herzlichst Eveline

    1. Vrohkost

      Oh, liebe Eveline, DANKE! Du hast mir mit Deinen Zeilen einen Gute-Laune-Vorat mindestens für Monate geschenkt!
      Von Herzen Dankeschön und alles Liebe für Dich und Deine wertvolle Arbeit! Judith

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