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Was haben MS und Allergien gemeinsam?

Glaubt man medizinischen Fachbeiträgen, ist die Ursache von Multiple Sklerose nicht geklärt.

Betrachtet man die Funktionsweise des Immunsystems, wird allerdings schnell klar, wo die Entgleisung stattfindet und wo man gegensteuern kann.

Laut Dr. Joachim Mutter sitzen 80 % der Immunzellen (ca. 1 kg!) im Darmbereich.

Das Immunsystem kann nach neuen Erkenntnissen in zwei Hauptbereiche, das TH1- und das TH2-System geteilt werden. Dabei ist das TH1-System für die intrazelluläre Immunabwehr zuständig. Es wehrt Krankheitserreger innerhalb der Zelle ab: Viren, Pilze, Borrelien, Legionellen, Krebszellen, Toxoplasmen usw. Dagegen geht es mit seinem „Kampfgas“ Stickoxid vor. Wird vom TH1-System eine infizierte Zelle erkannt, wird Stickoxid in diese ausgegast und die Zelle so mitsamt des Erregers getötet.

Die Aufgabe des TH2-Systems dagegen ist die extrazelluläre Immunabwehr. Mit den Antikörpern als Waffe wehrt es Erreger ab, die außerhalb der Zellen auftauchen: Würmer, Bakterien oder Borrelien.

Das vom TH1-System eingesetzte Stickoxid vernichtet zwar Krankheitserreger, wirkt aber auch auf gesunde Zellen giftig und muss vom Körper wieder entgiftet werden. Starke Antioxidantien wie reduziertes Glutathion und Schwefefelgruppen (Thiole) leisten hier die Arbeit. Stehen diese Antioxidantien nicht ausreichend zur Verfügung, wird das TH1-System gedrosselt, um dem Organismus nicht durch Stickoxid zu schaden. Als Folge der verringerten Abwehr bleiben die Erreger jedoch aktiv und es kommt zu chronischen Infektionen (z.B. Influenza, Warzenvirus, Eppstein-Barr-Virus, Herpes-Simplex-Virus, Pilzinfektionen oder Borrelien) oder Krebs.

Um die Drosselung des TH1-Systems zu kompensieren, wird das TH2-System hochgefahren. Die Überstimulierung bewirkt eine verstärkte Bildung von Antikörpern.

Bei Allergien ist das TH2-System überaktiv, so dass vermehrt IgE-Antikörper produziert werden. Auch bei Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose, bei denen ein Angriff auf zelleigene Strukturen erfolgt, ist das TH2-Antikörper-System überaktiviert, während das TH1-System heruntergefahren ist.

Die nahe liegende Lösung liegt nun darin, das TH1-System anzukurbeln und die Entgiftung durch körpereigene Glutathion-Produktion und Antioxidantien zu erhöhen, so dass das TH2-System auf ein normales Niveau abgesenkt wird.

Den stärksten Anstieg der Gluthation-Produktion konnten Wissenschaftler für den Verzehr von rohem Gemüse und Wildkräutern nachweisen.

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